Bus zum Protest „Kein Tag der Bundeswehr“ am 15. Juni in Pfullendorf

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Die Staufer-Kaserne in Pfullendorf ist nicht unbekannt. In den vergangenen Jahren wurde von erniedrigenden Ritualen, Mobbing und sexistischen oder rassistischen Übergriffen berichtet. Im November 2018 tauchten Berichte über ein 200 Personen
umfassendes rechtes Netzwerk im Umfeld der Bundeswehr auf, das Waffenlager anlegt und sich auf die Ermordung politischer Gegner*innen vorbereitet. Zahlreiche Angehörige dieses Netzwerks sind Elitesoldat*innen des Kommando Spezialkräfte, die u.a. in Pfullendorf ausgebildet wurden.
Die Verteidigungsministerin war dazu genötigt ein hartes Durchgreifen vorzuspielen, um den hart erarbeiteten Ruf einer modernen und attraktiven Bundeswehr nicht zu gefährden.
Dieses Jahr will die Bundeswehr ihre Skandalkaserne wohl gänzlich aus dem Dreck ziehen: Am Tag der Bundeswehr stehen die Kasernentore „offen“ für ein Publikum und eine Presse,
die man mit Showeffekten und Freizeitpark-Atmosphäre für die ganze Familie bezirzen will. Vor allen Kindern will man als kleine Soldat*innen gewinnen, sie dürfen Militärgerät besteigen,
wie das Klettergerüst auf einem Spielplatz. Vielleicht vergessen ja alle darüber, dass am selben Ort unzählige junge Menschen gequält
wurden. Vielleicht vergessen auch alle, wozu die Bundeswehr überhaupt da ist. Vergessen die Kriege, in denen täglich Menschen massakriert werden – auch Made in Germany. Vergessen, dass der Militärhaushalt jährlich mehr Milliarden verschlingt, während Pflege, Bildung und Kommunen mit den letzten Cent abgespeist werden. Vergessen den einzigen Zweck der Militäreinsätze: Die wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen deutscher Konzerne durchzusetzen.
Das können wir nicht zulassen! Deshalb gilt es am 15. Juni ebenfalls in Pfullendorf zu sein und daran zu erinnern, dass das „Geschäft“ der Bundeswehr ein blutiges ist. Klar zu machen, dass die Bundeswehr weder Mitten in der Gesellschaft steht, noch ein attraktiver Arbeitgeber ist.
Bundeswehr steht für Töten,Trauma,Tod.
Wir fordern Milliarden für Soziales statt fürs Militär!
Beteilige auch Du Dich an den Gegenprotesten! Aus zahlreichen Städten in BaWü gibt es eine Anfahrt.

Es wird eine Anreise per Bus aus Tübingen und Stuttgart geben. Wenn ihr an Tickets interessiert seid, meldet euch bei der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen (imi@imi-online.de), beim Linken Zentrum Lilo Hermann in Stuttgart (Böblinger Str. 105) oder bei der DFG-VK Stuttgart (Werastr. 10).

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